Karnevalist handelte mit Amphetamin



Veröffentlicht am 14. April 2014 von

Die NGZ-Online berichtete am 1.4.2014 über ein interessantes BtM-Verfahren, in dem Rechtsanwalt Gerd Meister aus Mönchengladbach einen Karnevalisten aus Neuss verteidigte. Dem Mann wurde Handeltreiben mit Amphetamin im Kilobereich unter Verwendung einer Waffe vorgeworfen.  Bei der Waffe handelte es sich um einen Schlagring, der allerdings nicht über die recht dicken Finger des Angeklagten passte. Hier ein Auszug aus der NGZ:

„Sein Anwalt Gerd Meister kündigte gestern im Gespräch an, in seinem Plädoyer eine Strafe von „maximal zwei Jahren und fünf Monaten Haft“ beantragen zu wollen. Er geht davon aus, dass die Staatsanwaltschaft noch eine Schüppe drauflegen wird – Meister erwartet, dass die Ankläger rund dreieinhalb Jahre Gefängnis fordern werden.

Der frühere Funken-Kommandant hatte im Prozess gestanden, mit mindestens einem Kilo Amphetamin gehandelt zu haben. Er und seine Freundin waren drogenabhängig, zu einer verminderten Schuldfähigkeit wird dies im Verfahren aber wohl nicht führen. „Der zuständige Gutachter hat im Prozess erklärt, dass eine Einschränkung der Schuldfähigkeit nicht vorliegt“, so Meister. Wohl habe der Experte festgestellt, dass der Angeklagte unter Depressionen leidet. Nach dem Tod seines Vaters habe er wohl den Halt verloren.

Weil die Wertung eines Beweisstücks strittig ist, musste der Prozess gestern noch einmal vertagt werden. Die Staatsanwaltschaft spricht im vorliegenden Fall von einem „Drogenhandel mit Waffen“. Der Grund: Bei einer Durchsuchung war bei dem Neusser ein Schlagring gefunden worden. Laut Verteidigung ist allerdings unklar, ob es sich dabei tatsächlich um eine Waffe handelt. „Der Angeklagte hat diesen Schlagring an eine Kommode montiert, um diese öffnen zu können. Er hätte den Schlagring gar nicht benutzen können, seine Finger passten gar nicht dadurch“, so Meister. Nun soll der Schlagring vor Gericht unter die Lupe genommen werden.

Ermittlungen zufolge hatte der Angeklagte Kontakte zur Rocker- und Hooligan-Szene. So soll er zumindest zeitweise einer gewaltbereiten Gruppierung aus dem Umfeld bei Borussia Mönchengladbach angehört haben.“

Eingestellt von Rechtsanwalt Gerd Meister, Mönchengladbach


Kategorie: Pressespiegel
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