Zeugen Jehovas, Salafisten, Buddha und meine goldene Zündapp

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

Als es am Sonntag um 14 h klingelte, ahnte ich, wer da draußen vor der Haustüre stand. Ich zurrte meinen Morgenmantel fest und strich mir durch die stubbeligen Haare, was zu keiner Verbesserung führte. Mit nackten Füßen schlich ich zur Haustüre und spähte durch die verzierte Scheibe, wobei mir der Unsinn des heimlichen Vorgehens sofort […]weiterlesen


Languren, frische Luft und die Unschuldsvermutung

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

Wie jeder Strafverteidiger betreute Dr. Strathmann hin und wieder Aidskranke, denen sein aufrichtiges Mitgefühl galt. Er überlegte, ob „Mitgefühl“ das richtige Wort war, oder ob er, angesichts seiner eigenen Vergangenheit, einfach nur Angst hatte, ebenso krank und ausstößig zu werden. Ja, möglicherweise ging es beim „Mitgefühl“ im Grunde nur darum? Es hatte allerdings Zeiten gegeben, […]weiterlesen


Herr Vorsitzender, ich will keinen Krieg, aber …

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

In meinem letzten Artikel „Was man in einer kurzen Verhandlungspause so gar nicht braucht“ hatte ich von meinem geplanten Befangenheitsantrag gegen einen psychiatrischen Sachverständigen in einem Mordverfahren berichtet, der dann auch prompt von mir gestellte wurde. Der Sachverständige rang während der Verlesung des vierseitigen Antrages mit Fassung.  Er tat mir aufrichtig leid, aber eine kritische Auseinandersetzung mit […]weiterlesen


Was man in einer kurzen Verhandlungspause so gar nicht braucht!

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

Nach der Vernehmung von 5 Zeugen in einer fiesen Mordsache beschloss der Vorsitzende  eine 20 minütige Pause. „Das trifft sich gut“, sagte ich zu meiner Referendarin Claudia. „Im Nachgang zu unserem Antrag auf Hinzuziehung eines weiteren psychiatrischen Sachverständigen, sollten wir den Sachverständigen spätestens jetzt wegen Befangenheit ablehnen. Was meinst du?“ Auf dem kurzen Weg ins […]weiterlesen


Herr Vorsitzender, Sie sind der Erste, der mir das verweigert! Zur Zulässigkeit eines „Opening Statements“ durch die Verteidigung

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

Seit Jahren eröffne ich in geeigneten Fällen unmittelbar nach Verlesung der Anklage meine Verteidigung mit  einer Gegenerklärung, die man auch als „Opening Statement“ bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem amerikanischen Parteiprozess. Eine solche Gegenerklärung der Verteidigung ist in der StPO nicht geregelt, wird aber allgemein für zulässig, ja sogar für geboten erachtet.[1] Mit der Verlesung des […]weiterlesen


An Tagen wie diesen. Ein Rechtsanwalt dreht durch!

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

I. Das Videoclip Strathmann fühlte sich als sei er den Nachmittag über in einer Höhle angekettet gewesen. Er wusste, es war eine Illusion, aber sie war verdammt real und sie verdichtete sich in seinem Kopf zu einem surrealen Film. Sein Gefängnis war mit einer Dolby-Surround-Anlage ausgestattet, aus deren Lautsprechern unentwegt die Stimmen von Kater Karlo, Minnie […]weiterlesen


Richter Bohnen: „Als junger Richter war ich ein richtiges Arschloch!“

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

Vor einigen Tagen traf ich ihn wieder. Die Hauptverhandlung sollte um 9 Uhr beginnen. Um 9.05 h fand ich endlich in einer Seitenstraße einen Parkplatz. Vom Beifahrersitz klaubte ich Portemonnaie, Handy, Tabak und Feuerzeug und steckte alles umständlich in meine Jackentaschen. Aus dem Kofferraum nahm ich Robe und Akte, schloss den Wagen ab und hatte […]weiterlesen


Bitte ziehen Sie Ihre Hose wieder hoch!

Veröffentlicht am 9. Dezember 2012 von

Nach Besprechung der Akte kamen wir ins Plauschen und irgendwie darauf, dass ich Tattoos für eine hässliche Unsitte halte. Die attraktive Mandantin wirkte für einen Moment verlegen und gestand, dass sie sich gerade eines habe stechen lassen, aber nicht so ein auffälliges, sondern eines, das gut platziert und versteckt an einer geheimen Stelle ihres Körpers […]weiterlesen


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